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Kennen Sie DILBERT?
Ein Musterbeispiel für die Körperschaft der Entrechteten, Dilbert wird es nie zum Vizepräsidenten schaffen! Seine politische Unschuld wird in der Tat sicherstellen, daß er niemal mehr als ein oder zwei Sprossen auf der Karriereleiter schaffen wird. Er beherrscht nicht wirklich die Bedienung von allgemein üblichem Bürogerät wie den Papierreißwolf, aber er kann ein Netz schneller konfigurieren als Sie cyberspace sagen können. Traurig für Dilbert, aber das wird ihm niemals eine Kabine mit einer Tür verschaffen.
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Dilbert
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Kennen Sie das ÖCHSLE?
Gemächlich zockelt es durch Wiesen und
Wälder und weckt Erinnerungen an vergangene Zeiten: das "Öchsle", wie die
einzige noch erhaltene Schmalspurbahn in Baden- Württemberg liebevoll genannt
wird.
Die 750 mm-Bahn zwischen Ochsenhausen und Warthausen bei Biberach war eine von fünf Schmalspurbahnen der Königlich Württembergischen Staatsbahnen.
Nachdem die Bundesbahn die Strecke stillgelegt hatte und der wohl schönsten Bahn in Oberschwaben die Spitzhacke drohte, gelang es lücklicher- weise engagierten Eisenbahnfreunden, im
Zusammenwirken mit dem Landkreis und
den Anliegergemeinden die Strecke als
Museumsbahn wiederzubeleben.
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Oechsle3
Oechsle2
Das "Öchsle" schnaubt mit 100 kräftig
Die letzte erhaltene Schmalspurbahn in Baden-Württemberg feiert ab Sonntag 25.April Geburtstag
Ochsenhausen (Isw). Das oberschwäbische Ochsenhausen bereitet sich auf die wohl längste Geburtstagsfeier des Jahres vor: Das Öchsle, die einzige samt Bahnhöfen noch komplett erhaltene Schmalspurbahn im Ländle, wird 100 Jahre alt. Seit Monaten sind etwa 35 aktive Mitglieder des Vereins Öchsle Schmalspurbahn dabei, alles für das Fest zu richten, das am 25. April beginnt und am 29. November seinen Höhepunkt erreichen soll.
350 Mitglieder hat der Verein insgesamt -bei ständig steigender Zahl. "Rosa, unsere 600 PS starke und 42,5 Tonnen schwere Dampflok, 1927 in Chemnitz gebaut, wurde gründlich überholt und herausgeputzt", berichtet Jörg Woker (35), stellvertretender oberster Betriebsleiter. 1986 war er als Tourist nach Ochsenhausen gekommen und dann hängengeblieben - fasziniert von der 19 Kilo-ineter langen Schmalspurstrecke zwischen
Ochsenhausen und Warthausen bei Biberach.
Das letzte Stündlein hatte dem Öchsle eigentlich 1983 geschlagen, als die Bahn letztmals Güterwagen über die Strecke mit nur 750 Millimetern Spurweite zog. Bereits am 31. Mai 1964 hatten viele Oberschwaben wehmütig dem letzten Personenzug auf der kurvigen Strecke in der wunderschönen Hügellandschaft hinterher gewunken. Doch mit dem Schwinden der Dampfloks bei der Bahn wuchs die Zahl der Freunde historischer Eisenbahnen. "Heute trägt sich der Betrieb selbst", berichtet Uwe Jöstingmeier (33), kaufmännischer Geschäftsführer und wie alle Öchsle-Freunde ehrenamtlich tätig. "Wir haben einen Haushalt von rund 300000 Mark pro Jahr, bei jährlich etwa 25 000 Fahrgästen."
Rund 120000 Mark gehen an die gemeinnützige und öffentliche Öchsle AG, die für den Streckenerhalt zuständig ist. Der Rest geht in den laufenden Betrieb. Es gibt 16 historische Passagierwagen, die weitgehend ihraltes Flair behalten haben. Benannt nach der Frau eines früheren Heizers, kann Rosa 200 Tonnen ziehen und eine Spitzengeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern erreichen -mehr als genug, um bis zu 400 Passagiere in ihren Wagen zu beeindrucken. Samstags pendelt das Öchsle zweimal, sonntags sogar dreimal zwischen den beiden Endstationen. Erwachsene sind für 20 Mark, Kinder für die Hälfte mit von der Partie.
Wenn Radfahrer deprimieren
Einen besonderen Service gibt es für Radfahrer. Sie bezahlen 14 Mark für die einfache Strecke, dürfen ihr Stahlroß im Gepäckwagen mitnehmen und können dann die Museumsbahn auf dem parallelen Radweg zurückbegleiten. "Allerdings", sagt Woker augenzwinkernd, "bitten wir die Radler, nicht zu heftig in die Pedale zu treten, sonst bekommt unser Lokführer Depressionen."

Aus: Augsburger Allgemeine, 24.04.1999



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